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Ersatzverkehr: Was sagen die Fahrgäste?

Endspurt zwischen Billstedt und Rauhes Haus: Noch bis 6. Mai läuft die U2/U4-Sperrung. Die HOCHBAHN hat sich vor Ort umgehört.

Hochbahn verteilt Lebkuchenherzen als Dankeschön für die Fahrgäste.

Die einjährige U2/U4-Sperrung zwischen Rauhes Haus und Billstedt – wichtige Maßnahme im Rahmen der U4-Verlängerung auf die Horner Geest – ist fast geschafft. Ab dem 6.Mai werden die U-Bahnen wieder über Horner Rennbahn fahren – das Ende des Ersatzverkehrs ist in Sicht!

Als kleines Dankeschön für die Umstände der vergangenen Monate und das Durchhalten hat die HOCHBAHN Lebkuchenherzen vor Ort verteilt und sich dabei umgehört, wie die Fahrgäste das Mobilitätskonzept während der Sperrung erleben.

„Man sucht sich neue Wege“, resümiert Herr Vogel seinen Umgang mit dem Ersatzverkehr. Als Anwohner aus dem Bereich zwischen Horner Rennbahn und Rauhes Haus bedeute die Sperrung für ihn und seine Frau vor allem längere Wege und damit mehr Zeit einzuplanen. Aber das Paar hat sich auf die Umstellung eingelassen und alternative Routen gefunden.

Einen anderen Weg nutzt auch eine Anwohnerin der O´Swald-Straße. Anstelle den längeren Weg zur Haltestelle Horner Rennbahn zu gehen, kann sie bereits auf "ihrer" Seite des Ring 2 an der Haltestelle Bauerberg in die Busse des Ersatzverkehrs einsteigen. Was sie zudem auch lobt: Das schnelle Umsteigen zwischen Bus und U-Bahn an der Haltestelle Rauhes Haus. Ihr Fazit: "Ein großes Dankeschön trotz der ganzen Unannehmlichkeiten!"

Frau Karina, die regelmäßig zwischen Barmbek und Horn pendelt, findet: Der Ersatzverkehr sei zwar ermüdend, da die Umstände allerdings einer guten Sache dienten, sei das in Ordnung. Ein Aspekt, den auch Reybar Battal, Anwohner der Horner Rennbahn, betont: „Der Ersatzverkehr hat lange gedauert, aber ich nehme die Einschränkungen in Kauf, weil eine Stadt weiterentwickelt werden muss“.

Umfassendes Mobilitätskonzept

Dass der Ersatzverkehr auf einem der fahrgaststärksten Streckenabschnitte in ganz Hamburg trotz allem grundsätzlich als gelungen und positiv empfunden wird, bestätigt auch eine Befragung von 1.500 Fahrgästen. Besonders beliebt sind demnach die Direktbusse, die ohne Halt zwischen den Haltestellen Rauhes Haus und Billstedt fahren. Auch die Buslinien X61 und X65 als Alternative zur S-Bahn-Haltestelle Wandsbeker Chaussee wurden von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Für die lokale Erreichbarkeit sorgen die zusätzlichen Busse im Bereich der unterbrochenen Teilstrecke sowie die verstärkten Buslinien 23 und 213.

Mit dem Ende der Sperrung wird ein großer Meilenstein für die U4-Verlängerung auf die Horner Geest geschafft sein. Ein weiteres Jahr bis zur Fertigstellung des Kreuzungsbauwerks werden Fahrgäste an der Haltestelle Horner Rennbahn den Bahnsteig wechseln müssen. Die Aktion mit den Lebkuchenherzen kam jedenfalls schon mal gut an. Vielen Dank fürs Durchhalten und dann ist auch die Sperrung bald geschafft!

 

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Kommentare

Gespeichert von Torsten Hellmich am Mo., 25.03.2024 - 15:17

Danke für den gut organisierten SEV - es geht nicht anders - aus Glinde kommend und überzeugter ÖPNV Nutzer dauert die Anreise zu einem Innenstadtbesuch während dieser Zeit zwar etwas länger, aber in der Qualität der Abwicklung gabs nicht zu nörgeln, der SEV ist besser organisiert als der Normalverkehr einiger Großstädte- Nun freue ich mich auf die "Neue" U2

Gespeichert von Gast am Mo., 01.04.2024 - 10:33

Gut organisiert? Gut organisierter Ersatzverkehr sieht anders aus! Was hätte man besser machen können? Natürlich ist ein gut organisierter Ersatzverkehr eine Ansichtssache und jeder hat unterschiedliche Maßstäbe. Was hätte man definitiv anders machen können? Mit der Kommunikation fing es schon an und zuerst hieß es bis April, der April geht aber vom 1. bis zum 31. April und jetzt geht die Baustelle eine Woche länger, so wie es in Billstedt auch schon im letzten Jahr auf dem Schild stand, trotzdem beharrte man in der Kommunikation bis zum April.

Im Gegensatz zu anderen Sperrungszeiträumen, gab es diesmal wie am Berliner Tor kein Personal was an der Station Rauhes Haus für eine gewisse Ordnung sorgte. Die Busse hielten dort wo sie konnten dann war es ein HIN und HER. Von VORNE nach HINTEN und umgekehrt, bzw. zurück, weil der Bus voraus plötzlich doch abfuhr. Oder leere Busse fuhren ab und der Nachfolgebus platzte aus allen Nähten, aber dann hieß es ja nicht der bestimmte Bus gewesen und die Busse fahren ja alle 2 Minuten. Was bedeutete LEERER BUS/VOLLER BUS/LEERER BUS.

Auch kam es vor das vorne sich alles staute und ein Bus der gerade gelehrt wurde, plötzlich sich im Ausstiegsbereich füllte, da Umsteiger aus der U-Bahn diesen Bereich stürmten und der Bus somit schon voll im Einsteigebereich ankamen und niemand mehr von den länger wartenden in den Bus kam und das obwohl diese Leute schon mit einer U-Bahn eher Rauhes Haus ankamen und der nächste Bus dauerte mehr als 10 Minuten.

Gespeichert von Laura am Di., 02.04.2024 - 10:37

Sich 3 positive Kommentare aus einer Befragung herauszupicken ist beim HVV selbstverständlich. Der SEV war bis zum Ende nicht einwandfrei. Alle Ausreden die es verteilt über das 1+ Jahr gab waren ein Witz. Das Gäste der Direktbusse zufriedener sind ist mir auch klar. Davon standen ja immer genug Busse bereit. Sehe mehrmals pro Woche teilweise leere Direktbusse vorbeifahren während man bei Wind und Wetter immer länger auf die SEV Busse gewartet hat. Top!! Es kamen teilweise mehr als 3 Direktbusse auf eine U-Bahn während zwei U-Bahnen sich einen SEV Bus geteilt haben und ihr prahlt hier mit Erfolg. Peinlich.

Zudem ist das Ausladen der Gäste der SEV Busse meterweit weg vom U-Bahn Eingang auch der größte Blödsinn gewesen. Die Busse haben eh oft Verspätung gehabt und laden dann noch sonst wo die Leute aus damit man nochmal schön unnötig zur Bahn rennt damit diese dann trotzdem vor der Nase die Türen versperrt. Aber gut, dass die Direktbusse immer überholen und direkt vorne zum Eingang gefahren sind :)

Aber klar - man kann ja auch gerne früher los und mehr Zeit einplanen - einfach nur, weil ihr euren SEV nicht kunden-orientiert geplant habt. Und noch dazu länger als angekündigt. Mega!!

Hallo Laura, auch mit der direkten Verbindung sah es nicht besser aus. Oft standen sich Rauhes Haus die Busse gegenseitig im Weg und wenn man sich gerade richtig positioniert hatte, fuhr ein Bus plötzlich weg war alles für die Katz und man stand an der falschen Stelle.

Der größte Witz war doch mit der Legienstraße, wo man plötzlich merkte daß die Bahnsteige marode sind und saniert werden müssen.

Ja, die Umbrellas waren teilweise in einem desolaten Zustand.

Fazit: Dieser Eigenlob stinkt wirklich und wenn nicht zeitnah ausgebaut wird, dann stehen Nutzen und Aufwand für diese Umstände in keinem Verhältnis mehr.

Gespeichert von genervter SEV Fahrer am Di., 02.04.2024 - 11:04

Der SEV zwischen Legienstraße und Rauhes Haus ist in der Theorie ganz gut geplant, aber in der Praxis leider mehr als schlecht. Zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags sind die Busse mehr als überfüllt, wenn dann mal WIEDER ein Bus ausfällt, ist es fast unmöglich überhaupt noch einsteigen zu können. Ältere Leute mit Gehilfe oder Kinderwagen haben überhaupt keine Chance. Wie hier schon geschrieben wurde, ist es auch mir unbegreiflich, warum der SEV Rauhes Haus unter der Brücke hält und nicht wie die Direktbusse direkt vor dem U-Bahn-Eingang. Wir können sowieso froh sein, wenn die Busse einigermaßen pünktlich sind.
Die meisten Umbrella-Busse (und leider auch die Fahrer) sind eine Zumutung. Ständig funktionieren die Türen nicht oder sind dauerhaft defekt. Es schauen eine lose ungesicherte/nicht isolierte Kabel an. Bei vielen Fahrern fragt man sich, ob diese überhaupt befugt sind, Personen zu befördern. Da ist es dann vom Vorteil, wenn der Bus gerappelt voll ist, wenn der Fahrer mal wieder der Meinung ist, er ist auf einer Rennstrecke und muss Vollgas geben, um in nächsten Moment wieder zu Bremsen, weil die Ampel rot ist oder sein Fuß einen Schwächeanfall hat bzw. er sich erinnert, dass er auf öffenltichern Verkehrwegen unterwegs ist, das Umkippen ist dann nicht ganz so leicht und ersthafte Verletzungen unwahrscheinlicher.

Gespeichert von Gast am Di., 02.04.2024 - 11:06
Antwort auf von genervter SEV Fahrer

Das Aussteigen Horner Rennbahn ist für viele auch nicht einfach, da die Busse nie bis an den Kantstein fahren und eine der hinteren Türen IMMER am Baum ist, so dass man nicht (mit Kinderwagen/Gehilfe sowieso nicht) richtig aussteigen kann. Die Busfahrer senken den Bus auch nicht ab, so dass das Aussteigen erleichtert wird.

Gespeichert von Fernpendler am Do., 11.04.2024 - 20:14

Moin,

ich als regelmäßiger Fernpendler (mind. zweimal die Woche Steinfurther Alee <-> Hbf) bin natürlich froh, dass die Sperrung bald endet, bin aber letztendlich mit der Gesamtorganisation des Ersatzverkehrs zufrieden. Danke dafür (es hätte auch viel schlimmer organisiert sein können). Es ist natürlich ein komplexes Thema, da läuft nicht immer alles perfekt und hier und da lässt es sich noch an den einen oder anderen Stellschrauben drehen (die ich irgendwo in den Kommentaren in einem anderen Artikel mal aufgezählt habe). Mit dem Direktbus hat es im Schnitt 7 Minuten länger gebraucht, wenn alles reibungslos verlief. Dies war morgens meistens der Fall (nur zweimal ICE verpasst wegen Schneechaos und Feuerwehreinsatz); spätnachmittags steckte man oft in der Rush Hour an der großen Billstedter Kreuzung fest (10-15 Minuten extra). Auch wenn ich, wie oben beschrieben, alles als gut organisiert empfand, hat diese einjährige Sperrung definitiv auch dazu geführt, dass ich weniger Richtung Innenstadt für einen Einkaufsbummel etc. gefahren bin.

Tschüss
Fernpendler

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