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Hamburgs Ideen für U5 Hagenbecks Tierpark

Kombi-Haltestelle auf dem West-Ast der U5: Mit der Haltestelle Hagenbecks Tierpark wird ein neuer Umstiegsknoten geschaffen. Was die Menschen vor Ort beschäftigt, wenn sie an „ihre“ neue Haltestelle denken.

Blick auf die Koppelstraße, unter der die U2-Haltestelle Hagenbecks Tierpark liegt.

In Zukunft hält nicht nur die U2 an der Haltestelle Hagenbecks Tierpark. Schnell und bequem sollen die Fahrgäste auch in die U5 und weiter nach Lokstedt, zum UKE oder in Richtung Stellingen umsteigen können. Wie bei der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger zur Planung der U5-Haltestellen Sportplatzring und Stellingen hat die HOCHBAHN auch bei der Neuen an Hagenbecks Tierpark auf die Mischung aus Online-Dialog und Postkarte gesetzt, um in Zeiten von Corona möglichst viele Menschen zu erreichen.

In den Rückmeldungen wurde deutlich, welche Gedanken sich die heutigen oder zukünftigen Anwohnerinnen und Anwohner zu "ihrer" neuen U-Bahn-Haltestelle um die Ecke machen. Vielen Dank dafür! Welche Themen die Menschen interessierten und, wie die HOCHBAHN mit den eingebrachten Anregungen weiter verfährt:

Lage, Lage, Lage

Die aktuell geplante Lage der U5-Haltestelle an der Kreuzung mit der U2-Haltestelle Hagenbecks Tierpark sowie ihrer Zugänge sind das Ergebnis eines intensiven Abwägungsprozesses betrieblicher, baulicher, verkehrlicher und wirtschaftlicher Aspekte.

„Generell finde ich die Haltestellenlage eher östlich der U2-Haltestelle gut, da so die Julius-Vosseler-Straße besser erschlossen wird.“

Betrachtet man etwa die Erschließungswirkung der gewählten Lage, werden mit der neuen U5-Haltestelle – neben der U2 – zusätzlich auch das westliche Lokstedt mit einer dichteren Bebauung im Bereich Lohkoppelweg, viele Arbeitsplätze beim Norddeutschen Rundfunk und Finanzamt im Hugh-Greene-Weg, der New Living Home-Komplex sowie Hagenbecks Tierpark besser angebunden. Entsprechend verteilen sich die Zugänge so, dass diese Ziele komfortabel erreicht werden.

Darüber hinaus wurden im Online-Dialog Ideen für weitere Zugänge eingebracht, etwa den geplanten süd-östlichen Zugang auf die gegenüberliegende Seite der Julius-Vosseler-Straße oder in den Andresengarten zu verschieben, um dort das Queren der Straße zu erleichtern.

„Es gibt viele U-Bahn-Fahrer die aus dem Bereich Max-Tau-Straße kommen bzw. den Weg/Park entlang der Schillingsbek nutzen. Ein direkter Zugang zu den Bahnsteigen aus dem Park heraus ohne Ampeln wäre extrem klasse. Dieser würde sicher auch von vielen U2-Fahrern bei Regen benutzt werden, die dann über den Bahnsteig der U5 in Richtung Park Schillingsbek gehen würden.“

Auch ein Zugang auf dem Vorplatz des Tierparks wurde vorgeschlagen sowie zusätzliche Aufzüge, um etwa einen barrierefreien Zugang in Richtung NDR/New Living Home zu ermöglichen. Diese Ideen werden unsere Planer in den kommenden Planungsphasen nun prüfen.

Was die geplante Lage auch entscheidend beeinflusst: Die Verknüpfung mit der U2-Haltestelle Hagenbecks Tierpark, um einen komfortablen Umstieg und damit eine größere Netzwirkung zu schaffen. Zudem sollen möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, die östlich der Haltestelle wohnen, diese auf kurzem Weg erreichen. Daher dockt die U5-Haltestelle auch östlich der bestehenden U2-Haltestelle an. Die Distanz zur benachbarten U5-Haltestelle Siemersplatz/Behrmannplatz verkürzt sich an der Stelle, da der westliche Ausgang dieser bereits in der Julius-Vosseler-Straße (Ecke Grelckstraße) liegt. Neben den verkehrlichen Gründen sprechen auch bauliche und betriebliche Zwangspunkte gegen eine darüber hinaus gehende Verschiebung der Haltestelle weiter nach Osten.

Grafik zeigt Lage und Zugänge der U5-Haltestelle Hagenbecks Tierpark. Sie wird unterhalb der Koppelstraße. Das westliche Ende der Haltestelle liegt unter der U2-Haltestelle. Am anderen Ende der Haltestelle führen ein Treppenaufgang und ein Aufzug auf die Julius-Vosseler-Straße, ein weiterer Zugang ist an der Lokstädter Höhe.

 

Direkter Übergang von U2 und U5

Die U5-Haltestelle wird voraussichtlich einen Mittelbahnsteig erhalten. Aktuell planen wir mit einem direkten Übergang zwischen U2 und U5, Fahrgäste müssen die Haltestelle beim Umsteigen also nicht verlassen, ob bei Sonne oder Regen. Wie der Übergang genau aussehen wird, ist Gegenstand der vertieften Planung. Sobald es hierzu Neuigkeiten gibt, informieren wir darüber.

Was in jedem Fall sicher ist: Alle neuen U-Bahn-Haltestellen werden barrierefrei geplant. Für die U5-Haltestelle Hagenbecks Tierpark sind zwei Aufzüge vorgesehen. Ein direkter Aufzug zwischen U2- und U5-Bahnsteig ist nach aktuellem Planungsstand nicht möglich, da die Bahnsteige beider Linien nicht genau übereinander liegen.

Streckenverlauf und Bauweise

„Grundsätzlich verstehe ich nicht warum nicht die ganze Strecke unterhalb der Julius-Vosseler-Straße verlaufen kann.“

Die Strecke der U5 wird per Tunnelbohrmaschine gebaut, die Haltestellen in offener Bauweise und müssen daher unter öffentlichem (Straßen-)Grund liegen. Im Abschnitt zwischen der Haltestelle Siemersplatz/Behrmannplatz und Hagenbecks Tierpark ist es jedoch nicht möglich, dass die Streckenführung der U5 ausschließlich unter öffentlichem Grund erfolgen kann, eine bei der U4 (Jungfernstieg-HafenCity) erprobte Praxis. Grund dafür ist die vorhandene Straßengeometrie. In deren Verlauf könnte die U5 keine Höchstgeschwindigkeit fahren, da Schnellbahnen nur in bestimmten, größeren Kurvenradien unterwegs sein und eben nicht „um die Ecke“ abbiegen können.

Dadurch kann auch der Tunnelvortrieb zwischen den Haltestellen Siemersplatz/Behrmannplatz und Hagenbecks Tierpark nicht ausschließlich unter der Julius-Vosseler-Straße erfolgen, sondern wird zusätzlich unter Grünflächen und Gebäuden stattfinden. Welche Flächen dabei genau betroffen sind, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt gesagt werden, da wir aktuell an einem sehr frühen Stand der Planung stehen. Derzeit befindet sich der Streckenabschnitt noch in der vertieften Untersuchung, um die optimale Linienführung zu finden. Neuigkeiten erfahren Sie u. a. auf dieser Website. Auf die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer werden wir entsprechend zu einem späteren Zeitpunkt zukommen.

Damit kann zum aktuellen Planungsstand auch noch keine verlässliche Aussage dazu getroffen werden, wie mögliche Eingriffe in Natur und Umwelt, insbesondere im Bereich der Schillingsbek sowie des Wasserschutzgebiets, der Kleingärten und Parkanlage, während der Bauphase aussehen könnten. Bei der vertieften Planung ist es uns aber wichtig, diese Eingriffe möglichst gering zu halten.

Gestaltung der Haltestelle und ihres Umfelds

„Da es momentan mit ´nur U2` schon zu wenige Fahrrad-Abstellplätze gibt, bitte deutlich aufstocken! Am liebsten natürlich überdacht.“

Einige Themen können zum aktuellen Zeitpunkt nur aufgenommen werden, um später geprüft und möglicherweise in die Planung aufgenommen zu werden. Dies betrifft u. a. die Ideen für die Gestaltung der neuen Haltestelle sowie deren Ausstattung mit Kiosk oder Toiletten. Ziel der HOCHBAHN ist es, die zukünftigen Haltestellen auf die Bedürfnisse der Fahrgäste auszurichten, indem sie komfortabel und nutzerfreundlich gestaltet werden. Was die Einrichtung von Fahrradstellplätzen betrifft, werden, wie bei weiteren neuen U-Bahn-Haltestellen der HOCHBAHN auch, Abstellmöglichkeiten von Rädern (z.B. in Form einer Bike-und-Ride-Anlage wie an der neuen U1-Haltestelle Oldenfelde) bei der Planung mitgedacht und wenn möglich realisiert.

Verbesserungsidee für bestehende U2-Haltestelle

Über den Online-Dialog erreichen uns auch immer wieder Vorschläge, wie die bestehende Haltestelleninfrastruktur verbessert werden könnte. Angeregt wurde eine elektronische Anzeige der Busabfahrtszeiten auf dem Bahnsteig der U2, damit Fahrgäste sich schneller informieren und ihr Tempo entsprechend der Busabfahrtszeiten anpassen können.

Geplant ist, dass die Monitore in den Bussen die nächsten Abfahrten der U-Bahnen anzeigen sollen, wenn sie sich der U-Bahn-Haltestelle nähern. Zudem bestehen bereits erste Überlegungen die technischen Systeme so aufzurüsten, um künftig auch zusätzliche Informationsangebote (wie z.B. Voranzeiger an den U-Bahn-Haltestellen) zuverlässig mit Daten versorgen zu können. Den Hinweis zum Standort an Hagenbecks Tierpark nehmen wir daher gern in die weiteren Überlegungen auf.

Weitere Informationen

 

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Fr., 26.05.2023 - 14:13

In den letzten 20 Jahren sind in Lokstedt so viele Kleingärten und Grünanlagen verloren gegangen. Sollte über eine Zugang auf der Seite Julius-Vossler-Straße nachgedacht werden, sollte bitte nicht in den Park eingegriffen werden oder gar die letztem schönen großen Kastanien gefällt werden. Es scheint etwas übertrieben, dass zur Vermeidung der Ampel/Straßenquerung in den Park hineingebaut werden müsste. Zudem kommen nach meiner Erfahrung die meisten Fahrgäste, die in Hagenbeck einsteigen, aus Bussen, steigen also um, oder aus dem FA/New Living, und würden daher nie bei einem solchen östl. Eingang einsteigen, da dies ein Umweg wäre, sondern immer in Höhe der jetzigen Station. Aus dem Bereich Max Tau Straße etc., in dem ich selbst wohne, sieht man relativ wenig Menschen auf dem Weg zur U-Bahn. Schon wer im Lohkoppelweg wohnt, nimmt den Bus, und bräuchte einen solchen Eingang nicht.

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Nachricht.

Östlich der Julius-Vosseler-Straße sind keine Zugänge zur Haltestelle geplant. Lesen Sie hier aktuelle Informationen zur Haltestelle Hagenbecks Tierpark. Dort finden Sie auch eine aktuelle Grafik zu den Zugängen. Die Parks “Grünzug Lokstedt” sowie “Grünzug Lohbekpark” werden nicht von den Bauarbeiten betroffen sein. Wir können derzeit allerdings nicht ausschließen, dass im Randbereich des Parks “Grünzug Lokstedt” möglicherweise Bäume für nötige Leitungsarbeiten weichen müssen.

In der nächsten Planungsphase setzt die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH sich vertieft mit diesen Themen auseinander, immer vor der Prämisse, möglichst viele Bäume zu erhalten.

Übrigens: Zugänge zu Haltestellen werden nicht nur benötigt, damit Anwohner*innen die Haltestelle erreichen, sie dienen auch als Fluchtwege für Fahrgäste. Deshalb werden auf beiden Seiten der Haltestelle jeweils mindestens zwei Zugänge gebaut.

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