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Ideen für neue U5-Haltestelle Borgweg

In Zukunft noch mehr U-Bahn am Borgweg: Welche Themen die Menschen vor Ort zu ihrer U5-Haltestelle unter der Barmbeker Straße bewegen.

Befahrene Straße in Barmbek, eine Person auf dem Fahrrad.

Vielen Dank für Ihre Ideen: In mehr als 70 Beiträgen setzen sich die Teilnehmer*innen des Online-Dialogs engagiert mit ihrer neuen Haltestelle auseinander. Andere schickten ihre Anregungen per Postkarte. Diese hatte die HOCHBAHN an die Anwohner*innen verteilt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Welche Ideen eingebracht wurden und wie damit in der weiteren Planung verfahren wird, können Sie im Folgenden nachlesen.

Lage und Zugänge der Haltestelle

„Ich finde, dass die Haltestelle sehr sinnvoll ausgewählt wurde. Zwar wird mit Sicherheit der Straßenverkehr hier für mehrere Jahre beeinträchtigt sein, aber hierdurch wird es bereits schon Mittelfristig viele Vorteile für alle Anwohner vor Ort geben.“

Die meisten Anregungen brachten die Menschen zur geplanten Lage der Haltestelle und deren Zugängen ein. Viel Lob gab es für die Variante unter der Barmbeker Straße, mit der die Menschen westlich der stark befahrenen Hauptstraße viel besser an den ÖPNV angebunden sind.

Daneben wurde auch die Idee geäußert, die Haltestelle in den Wiesendamm zu verschieben oder die U5-Haltestelle direkt unter die der U3 zu legen. Einige Kommentator*innen hinterfragten, warum die alternative Lage unter dem Borgweg in der Planung nicht weiterverfolgt wird. Diese geäußerten Ideen erweisen sich als weniger vorteilhaft bzw. an der Stelle überwiegen eindeutig die Vorteile der Lage unter der Barmbeker Straße, u.a. die größere Erschließungswirkung im Einzugsgebiet der neuen Doppelhaltestelle, der komfortablere und direktere Umstieg zur U3, der größere Platz im Straßenraum für Treppen, Fahrtreppen und Aufzüge sowie, dass nicht in den Baumbestand am Borgweg eingegriffen werden muss. Letzteres wird im Dialog kommentiert: „Als Anwohnerin des Borgwegs bin ich unbeschreiblich erleichtert, dass der verkehrstechnisch gerade erst neu gestaltete Borgweg nicht schon wieder angefasst wird und ganz besonders, dass die Allee stehenbleibt.“

Grafik zeigt Lage und Zugänge der U5-Haltestelle Borgweg.

Von den Zugängen auf beiden Seiten der stark befahrenen Barmbeker Straße profitieren die Fahrgäste besonders, da sie sowohl die U5- als auch die U3-Haltestelle besser erreichen und es damit das Einsteigen in die U-Bahn noch komfortabler macht. Ein Beitrag im Dialog: „Ich denke, dass der ganze nördliche Bereich von Winterhude alleine durch den zusätzlichen Zugang in der Barmbeker Straße zur U3 bereits profitieren werden.“

Zusätzliche Ausgänge weiter südlich an der Kreuzung Poßmoorweg oder Heidberg, wie sie im Dialog angeregt wurden, eignen sich aufgrund der Lage der Haltestelle und dem möglichst optimalen Übergang zur U3 nicht.

Zusätzlich vorteilhaft an der Lage unter der Barmbeker Straße: Bei dieser Variante liegt der Großteil der Haltestelle und der Zugangsanlagen auf öffentlichen Flächen, v.a. unter der Barmbeker Straße. Was Grundstücksinanspruchnahmen darüber hinaus betrifft, hat die HOCHBAHN den Kontakt zu den betroffenen Beteiligten bereits aufgenommen.

Schnelles Umsteigen

Selbstverständlich soll der Umstieg zwischen U3 und U5 am Borgweg so komfortabel wie möglich erfolgen. Über einen unterirdischen Verbindungstunnel gelangen die Fahrgäste von einer Linie zur anderen. Aufzüge sorgen dafür, dass auch mobilitätseingeschränkte Menschen die verschiedenen Ebenen leicht erreichen. Wie in der schematischen Darstellung der Umstiegssituation (siehe Grafik) zu erkennen ist, liegt die U5 etwas tiefer als die U3. Alle Ebenen sind sowohl über Treppen als auch mit Aufzügen zu erreichen.

Grafik zeigt Querschnitt der Haltestelle Borgweg mit Zugängen und Umsteigmöglichkeiten zwischen U3 und U5.

Grundsätzlich werden alle neuen U-Bahn-Haltestellen barrierefrei geplant. Entsprechend finden sich an mehreren Stellen Aufzüge. Generell bedeutet Barrierefreiheit auch, dass u.a. ein taktiles Orientierungssystem für blinde und sehbehinderte Menschen vorgesehen ist. Der Haltestellenlage in der Nähe des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte ist sich die HOCHBAHN bewusst.

Hin und weg

Auch ein Thema im Online-Dialog: Das Busangebot rund um die U3/U5-Haltestelle Borgweg, etwa wie dieses auf der Barmbeker Straße aussehen oder mögliche Umstiegswege zwischen Bus und U-Bahn verlaufen könnten.

Wie sich die Busanbindung vor Ort gestalten wird, wenn die U5 in Betrieb geht, ist Gegenstand der vertieften Planung. Was unsere Expertinnen und Experten dabei immer im Blick haben: Fahrgäste sollen mit dem Bus schnell zur nächsten U-Bahn-Haltestelle kommen, um die Möglichkeit zu haben, per Schnellbahn zügiger durch die Stadt zu kommen. Daneben haben andere Buslinien die Funktion, näher gelegene Ziele in den Stadtteilen zu erschließen. Klar ist aber auch: Wenn die U5 fährt, ergeben sich ganz neue Verbindungen, an die man heute noch nicht denkt, die dann aber ggf. schneller mit U- und S-Bahn erfolgen können als – wie bisher – mit dem Bus.

Umstieg auf andere Mobilitätsangebote

„Bitte diesmal vernünftige Fahrradständer bauen.“

In einigen Kommentaren findet sich der Wunsch nach geeigneten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie der Einbindung einer StadtRad-Station direkt an der Haltestelle (an der Kreuzung Borgweg/Südring existiert bereits eine Anlage). Wie bei anderen neuen U-Bahn-Haltestellen der HOCHBAHN auch werden Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern (z.B. in Form einer Bike-und-Ride-Anlage an der neuen U1-Haltestelle Oldenfelde) bei der Planung mitgedacht und wenn möglich realisiert. Dieses Thema wird allerdings erst in einem späteren Planungsschritt genauer betrachtet.

Auch die Idee eines Carsharing-Angebots vor der U3-Haltestelle wird angeregt sowie Fragen zu Parkmöglichkeiten für Anwohner*innen im Umfeld der Haltestelle und zur Gestaltung von zusätzlichen Fußgängerüberwegen auf der Barmbeker Straße gestellt. Für die letzteren Themen liegt die Zuständigkeit beim Bezirk. Im Rahmen der Planungen steht die HOCHBAHN mit den Beteiligten im regelmäßigen Austausch dazu. Zudem wird mit u.a. mit der U5 Hamburgs ÖPNV-Angebot erweitert, sodass der eine oder die anderen in Zukunft vielleicht auf ein Auto verzichten kann.

Wie Haltestelle und Umfeld aussehen könnten

„Bitte noch mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen!“

Einige Kommentare thematisieren die Gestaltung des Haltestellenumfelds, etwa die Führung der Fuß- und Radwege vor allem im Bereich der Barmbeker Straße. Dafür liegt die Zuständigkeit beim Bezirk. Auch hierzu steht die HOCHBAHN im Rahmen der Planungen mit den Beteiligten im regelmäßigen Austausch und wird bei der Wiederherstellung der Oberfläche die Bedürfnisse des Fuß- und Radverkehrs beachten.

Auch die Ausstattung, u.a. mit öffentlichen Toiletten und Kiosken, sowie die Gestaltung der Haltestelle, etwa in puncto Beleuchtung und Beschilderung, interessiert die Menschen vor Ort. Zum aktuellen Planungsstand gibt es dazu zwar erste konzeptionelle Überlegungen, die eigentliche Gestaltung erfolgt aber zu einem späteren Zeitpunkt. Ziel der HOCHBAHN ist es, die zukünftigen Haltestellen auf die Bedürfnisse der Fahrgäste auszurichten, indem sie komfortabel und nutzerfreundlich gestaltet werden.

Vereinzelt wurde im Online-Dialog auch die Sorge vor abnehmender Laufkundschaft der Geschäfte im Borgweg geäußert. Was vorteilhaft an der jetzt gewählten Lage fern des Borgwegs ist: Die Geschäfte am Borgweg werden während der Bauzeit nicht von der Hauptbaumaßnahme betroffen sein. Und bei der U3 bleibt (fast) alles beim Gleichen: An der angrenzenden Nachbarschaft ändert sich nichts, ebenso wenig am gewohnten Weg, den die Fahrgäste zum Hauptzugang der U3-Haltestelle am Borgweg nehmen.

Bauphase

Auch wenn der Bau erst in einigen Jahren ansteht: Dass die Bauphase mit Beeinträchtigungen für direkte Anwohnerinnen und Anwohner einhergehen wird, ist klar. Grundsätzlich versuchen wir, diese so gering wie möglich zu halten. Um den Verkehr auf der Barmbeker Straße auch während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten, soll diese nach Möglichkeit für Autos in beide Fahrtrichtungen halbseitig befahrbar bleiben. Wie der Bau im Detail aussieht, wird erst in den nächsten Planungsschritten festgelegt. Wir halten Sie dazu auf dem Laufenden.

Dies betrifft auch mögliche Eingriffe in Natur und Umwelt. Zum aktuellen Planungsstand kann noch keine verlässliche Aussage dazu getroffen werden, wie diese während der Bauphase aussehen könnten. Bei der vertieften Planung ist es uns aber wichtig, diese Eingriffe möglichst gering zu halten.

Und sonst so?

Die Haltestelle wird voraussichtlich einen Mittelbahnsteig erhalten. Vorteilhaft daran: leichte Orientierung und Komfort.

Der Bahnsteig der U3-Haltestelle Borgweg wird im Zuge der Erstellung des Übergangs zur U5 verlängert werden.

Die Frage nach einer U-Bahn-Haltestelle in Bramfeld und Steilshoop kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Die U5, Hamburgs neue Lebensader, wird nicht nur die Menschen rund um den Borgweg noch besser an den ÖPNV anbinden, sondern u.a. auch die in Bramfeld, Steilshoop, Lokstedt und Hoheluft. Informieren Sie sich hier gerne näher zur U5. Sie interessieren sich auch für die U5-Haltestellen Universität, Grindelberg und Hoheluft? Beteiligen Sie sich gern mit Ihren Ideen an den aktuellen Online-Dialogen zum Thema.

Warum die Strecke der U5 über die Innenstadt verläuft und damit u.a. die stark frequentierten Busse gen City entlastet, haben wir auf der Website an dieser Stelle schon erläutert.

Wie es weitergeht?

In der aktuell laufenden Vorplanung wird die Haltestelle vertieft untersucht. In diese Abwägung baulicher, betrieblicher und verkehrlicher Aspekte fließen auch die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger ein. Entsprechend des Planungsstandes können einige Ideen zum aktuellen Zeitpunkt nur aufgenommen werden, um später geprüft und möglicherweise in die Planung aufgenommen zu werden. Auf der Website halten wir Sie auf dem Laufenden.
 

Weitere Informationen

 

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