U5 Steilshoop: Blick hinter Bauzäune

Heute starten die Führungen entlang der U5-Baustelle in Steilshoop. Was es vor Ort zu sehen gibt, haben wir uns vorab mit der U5-Beauftragten Tanja Taaks angeschaut.

Begehung entlang der U5-Baustelle in Steilshoop

Großer Stadtteil, großer Nutzen: Mitten in Steilshoop, genauer gesagt in der Gründgensstraße, entsteht seit vergangenem Sommer Hamburgs neue U-Bahn-Linie 5. Wo heute Kräne, Baugruben und schweres Gerät das Bild prägen, wird in Zukunft eine U-Bahn-Haltestelle den Stadtteil mit rund 20.000 Bewohnerinnen und Bewohnern mit der gesamten Stadt verbinden. Wer wissen will, wie die U5 dort aktuell Schritt für Schritt entsteht, hat mit der Baustellenführung die besondere Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. 

Bereits in der City Nord haben die U5-Touren viele Hamburgerinnen und Hamburger begeistert. Jetzt bietet die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH diese auch in Steilshoop an. Das Prinzip ist dasselbe wie am Überseering: Nach einem kurzen Vortrag führt Sie ein erfahrener U5-Guide entlang der Baugruben und erläutert, was dort passiert. Buchen Sie Ihre Tour hier ab dem 22. Juni 2026.

 

U5 Steilshoop

 

Was es vor Ort zu sehen gibt? Das haben wir uns vorab gemeinsam mit der U5-Beauftragten Tanja Taaks angeschaut. Dabei wird schnell klar: Das, was einst nur auf Plänen existierte, wird hier bereits seit fast einem Jahr in die Realität umgesetzt. Schauplatz ist das Baufeld mitten im Herzen des Stadtteils, genauer gesagt entlang der Gründgensstraße zwischen dem Schreyerring und César-Klein-Ring (Ost) im Osten und dem Kreisverkehr Alfred-Mahlau-Weg/Gropiusring/Gründgensstraße im Westen.

Erster Spot unseres Rundgangs: Blick von einem Balkon. Von dort aus hat man den besten Blick auf das östliche Ende der insgesamt 120 Meter langen Haltestelle, wo später u.a. die östlichen Zugänge zur Haltestelle liegen werden. „Viele können sich nicht vorstellen, welche Dimensionen so eine Baustelle hat“, sagt Tanja Taaks. „Wenn man hier vor Ort steht, bekommt man ein ganz anderes Gefühl für das Projekt.“  

Die Schlitzwände in diesem Bereich stecken bereits bis zu 40 Meter tief im Boden. Aktuell wird das Baufeld so vorbereitet, dass dort im nächsten Schritt die Erde zwischen den stabilisierenden Seitenwänden ausgebaggert werden kann. 

 

U5 Steilshoop

 

Kurzer Abstecher zum Bauzaun neben der Martin-Luther-King-Kirche. Tanja Taaks will uns einen ganz besonderen Ort zeigen. Bei dessen Gestaltung haben sich die jungen Menschen aus dem Stadtteil eingebracht. Unter Anleitung von Künstler Ray de la Cruz und Initiative der Kirchengemeinde haben. „Das war eine ganz tolle Aktion“, freut sich die U5-Beauftragte. Und dort findet sich so manches schöne Fotomotiv für U5-Fans.

Zurück, durch den Durchgang und weiter geht’s quer über das Baufeld. Dies ist möglich, weil ein barrierefreier Fußweg den Norden des Baufeldes mit dem Süden verbindet. Somit kommen die Anwohnenden im Stadtteil zum Ärztehaus oder zum EKZ und wieder zurück. Dieser Fußweg wird während der ganzen Bauzeit erhalten bleiben, selbst wenn sich seine Position geringfügig verschiebt. Anders als beim U5-Bau unter Verkehrsschlagadern wie der Nordheimstraße wurde die Gründgensstraße auf voller Breite zum Baufeld, damit die Bauarbeiten schneller vorankommen.

 

U5 Steilshoop

 

„Besonders spannend wird es, wenn das Ausbaggern der Baugrube beginnt“, gibt Tanja Taaks einen Vorgeschmack auf das, was die Teilnehmenden der U5-Führung in Steilshoop in Zukunft erwartet. Im Bereich des westlichen Zugangs ist dieser Aushub bereits bis in die Tiefe der ersten Steifenlage erfolgt. 

 

U5 Steilshoop

 

Dort arbeitet das U5-Team aktuell an der Stahlbewehrung. Dafür werden Stahlstangen miteinander zu Körben verflochten. Später werden sie geschalt und der entstandene Hohlraum dann mit Beton aufgefüllt. Auf diese Weise entstehen massive Stahlbetonstreben, die längs und quer die Baugrube auskleiden und die Wände stabilisieren. 

 

U5 Steilshoop

 

Erst wenn die Streben fertig sind, kann die Grube bis in eine finale Tiefe von 25 Metern ausgebaggert werden. Beeindruckend ist der Blick auf die Baustelle und zeigt, wie komplex der Bau einer U-Bahn-Haltestelle ist und wie viele Menschen jeden Tag daran arbeiten. 

 

U5 Steilshoop

 

Steilshoop im Wandel 

„Es wird höchste Zeit, dass die rund 20.000 Steilshooperinnen und Steilshooper mit der U5 schnell und direkt an die Innenstadt und viele andere Teile Hamburgs angebunden werden“, bringt Tanja Taaks die Bedeutung der U5-Haltestelle auf den Punkt. Die neue Linie werde den Alltag vieler Menschen deutlich verändern. „Für Steilshoop bedeutet das: mehr Anschluss, mehr Möglichkeiten und neue Perspektiven.“

 

U5 Steilshoop

 

Tolle Perspektiven bieten sich den Teilnehmenden der Baustellenführungen schon jetzt. „Wer Steilshoop einmal aus einem neuen Blickwinkel erleben möchte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen“, sagt Tanja Taaks. „Ich freue mich, dass wir den Hamburgerinnen und Hamburger mit den Touren die U5 näherbringen können.“  

Jetzt hier für eine Tour anmelden und die U5 entdecken!

 

 

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