U5: Wo soll Haltestelle in Lurup liegen?
Was für eine rege Teilnahme! Groß ist das Interesse der Luruperinnen und Luruper an ihrer neuen U5-Haltestelle. Mit einer Auftaktveranstaltung zur U5-Verlängerung in den Westen war die HOCHBAHN Anfang Januar vor Ort. Parallel dazu konnten alle Interessierten ihre Meinung zur passenden Haltestellenlage in Lurup im dazugehörigen Online-Dialog äußern – und taten es zahlreich: In mehr als 100 Beiträgen setzen sich die Teilnehmenden engagiert mit dem Für und Wider mehrerer Lagen auseinander. Welche Anregungen es gab und wie es jetzt weitergeht.
Große Zustimmung hat eine mögliche Haltestellenlage an der Kreuzung Rugenbarg/Luruper Hauptstraße erhalten. Vorteilhaft für viele der Teilnehmenden des Online-Dialogs sind dabei u.a. der großzügige Raum im Bereich der Straße/Kreuzung und eine gute Anbindung an die bestehenden Buslinien:
„Hier ist der beste Knotenpunkt: Es ist gut erreichbar sowohl vom Eckhoffplatz, Bauhaus/Globus oder dem Volkspark. Es sind direkt an der Kreuzung kaum Wohnungen, so dass weniger Menschen durch den Bau belastet werden.“
Deutlich wird – gerade im Vergleich zu einer möglichen Lage am Lüttkamp – , dass die engeren Platzverhältnisse am Lüttkamp einigen Luruperinnen und Lurupern während der Bauzeit Sorgen bereiten. Die Lage am Rugenbarg punktet hier mit einem größeren Straßenquerschnitt.
„Als Luruper fände ich diese Lage ideal. In der Bauphase, weil so eine große Baugrube am Stadtteilzentrum Eckhoffplatz nicht benötigt wird. Ich habe auch Sorge, dass eine Baustelle dort die Parks beeinträchtigen würde. Im Bereich Rugenbarg/Elbgaustraße sollte genug Platz sein. Im Betrieb, weil die Lage nahe genug zum Stadtteilzentrum, aber auch zur Science City ist. Außerdem ist hier bereits ein Busknotenpunkt.“
Ähnlich liegen die Argumente für eine Haltestellenlage an der Kreuzung Elbgaustraße/Luruper Hauptstraße und damit direkt vor dem neuen Innovationspark Altona. Eine Verschiebung der Haltestelle in diesen Bereich könnte laut einem Beitrag im Online-Dialog sogar „das Interesse an den noch freien Grundstücken des Wissenschaftsparks, sondern auch langfristig gesehen die Attraktivität eben jener Flächen“ steigern und den Wissenschaftsstandort damit weiter stärken.
Das „Herz Lurups“
Eine große Anzahl der Teilnehmenden des Online-Dialogs spricht sich dennoch für die Lage im Lüttkamp und direkt am Eckhoffplatz aus. Die Vorteile einer Anbindung des eigentlichen Zentrums des Stadtteils, auch als das „Herz Lurups“ bezeichnet, würden die bauzeitlichen Nachteile deutlich überwiegen.
„Eine Haltestelle an dieser Stelle bedeutet kurze Wege, echte Verkehrswende und eine Stärkung des lokalen Zentrums. Die U5 darf nicht am Alltag der Menschen vorbeifahren.“
Und auch eine größere Entfernung zu den sensiblen Messinstrumenten des Forschungsstandortes, die auf „extreme Bodenstabilität angewiesen sind“, spricht für einige Kommentierende im Dialog für eine Lage am Eckhoffplatz.
Ähnlich zentral könnte sich in Lurup eine Haltestellenvariante in der Luruper Hauptstraße darstellen. Diese Haltestelle in Nord-Süd-Ausrichtung hätte für die Nutzerinnen und Nutzer den Vorteil, dass sie die Vorteile der beiden anderen meist diskutiertesten Lagen am Rugenbarg und im Lüttkamp zusammenfasst.
„Als Luruper finde ich diese Position Ideal. Der Eckhoffplatz wäre zwar genauso Zentral (es sind ja nur wenige Meter), aber die Beeinträchtigung des aktuellen Stadtteilkerns durch den Zugang (und mehr Menschen die zur Bahn wollen) zur U-Bahn wäre zu groß. In der Ecke ist es einfach alles zu eng. Andere Orte sind zu Zentrumsfern.“
Noch mehr als Haltestellenfavoriten
Ein wichtiges Thema, das eine Nutzerin zusätzlich in den Dialog eingebracht hat: die Barrierefreiheit der U5-Haltestelle und ganz konkret die Planung von mehreren Aufzügen an den verschiedenen Zugängen als ausdrücklicher Wunsch. Ein einziger Aufzug in der Haltestelle „ist oft so unattraktiv und der Umweg so lang, dass man ums Auto nicht herum kommt“. Ein Aspekt, den wir gerne an die Planerinnen und Planer weitergeben.
Die große Vorfreude der Luruperinnen und Luruper auf die U5 zeigt sich an der engagierten Diskussion im Online-Dialog und den vielen Beiträgen. Für einen Teilnehmenden steht der „Gewinner“ jetzt schon fest:
„Egal ob Rugenbarg oder Eckhoffplatz… der Gewinner ist so oder so Lurup. Toll, dass endlich konkret geplant und dann auch umgesetzt wird. Am Ende des Tages entscheiden ohnehin harte Fakten und keine Emotionen und Wünsche einzelner, zumindest hoffe ich das. Ich habe Vertrauen in Behörde und Planer, dass die richtige Entscheidung getroffen wird. Die Haltestelle ist für alle, ob Luruper, Leute die in Lurup arbeiten oder Fahrgäste die Lurup nur als „Transitzone“ nutzen.“
Wie es jetzt weitergeht?
Bleibt zum Schluss nur noch festzuhalten: Die rege und konstruktive Beteiligung der Menschen aus Lurup hat uns sehr gefreut. Die Ergebnisse der intensiven Gespräche vor Ort im Stadtteil sowie aus dem Online-Dialog haben wir an die Planerinnen und Planer weitergegeben. Sobald es etwas Neues dazu gibt, kommen wir wieder in den Stadtteil und informieren außerdem auf dieser Website. Bis dahin bleiben wir einfach in Kontakt: Melden Sie sich gerne per E-Mail an U5@hochbahn.de, wenn Sie weitere Rückfragen haben.
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