Logistikflächen für U5

Um die U5 zu bauen, sind Flächen notwendig, die die Tunnelbohrmaschinen versorgen. Solche Flächen in einer dicht bebauten Stadt zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Sechs Flächen wurden jetzt identifiziert.

Bauarbeiter im Tunnel

Die 29 Kilometer lange Strecke der U5 wird in weiten Teilen per Tunnelbohrmaschine gebohrt. Mit dieser Bauweise, die unter der Erde stattfindet, wird so umweltschonend wie möglich gebaut, damit Eingriffe in die Oberfläche weitgehend vermieden werden. Zur kontinuierlichen Versorgung der Maschinen sind im näheren Umfeld der Startschächte Flächen notwendig, etwa zur Versorgung der Tunnelbohrmaschine über Rohrleitungen und Lagerung der abgetragenen Erde.   

Für den ersten Bauabschnitt der U5 von Bramfeld in die City Nord befindet sich diese Fläche direkt am Startschacht im Bereich des Gleisdreiecks nördlich des Busbetriebshofs Alsterdorf. Auch für den anschließenden Tunnelbau von der City Nord Richtung Borgweg steht schon fest, von wo aus die Tunnelbohrmaschine versorgt wird. Dies wird nahe des Jahnrings erfolgen. 

Schaut man sich allerdings den weiteren Streckenverlauf von der Jarrestraße bis zu den Arenen an, ist es keine leichte Aufgabe, solche Logistikflächen in einer dicht bebauten Stadt wie Hamburg zu finden. Die Kriterien dabei: Die Menschen in der Stadt sowie Natur und Umwelt sollen davon möglichst wenig beeinträchtigt und der Verkehr aufrechterhalten werden. Zudem darf die Fläche nicht mehr als 1,5 Kilometer (Luftlinie) vom Startschacht der Tunnelbohrmaschine entfernt sein, muss etwa 12.000 Quadratmeter umfassen. Idealerweise wird dabei auf bereits versiegelte Flächen zurückgegriffen.  

 

Von 178 Optionen auf sechs Flächen reduziert 

Entsprechend intensiv war die Suche nach geeigneten Flächen, in deren Verlauf umfassende Abstimmungen zwischen der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH, den Hamburger Behörden für Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Stadtentwicklung sowie den jeweiligen Bezirksämtern und weiteren städtischen Akteuren stattfanden. Im Zuge des mehrstufigen Prüfprozesses wurden stadtweit insgesamt 178 Optionen untersucht und am Ende auf sechs Flächen reduziert, die die Eingriffe für Stadt und Umwelt auf ein Minimum begrenzen. 

Dabei handelt es sich um Flächen an der Glacischaussee/Parkplatz Feldstraße sowie im Mittelstreifen der Hamburger Straße, eine Fläche zwischen Kennedybrücke/Ferdinandstor (aktuell von der Deutschen Bahn genutzt), der Parkplatz Grau/Vorplatz an den Arenen, Parkplatz Braun an der A7 sowie ein Teilgelände des ehemaligen Informatikums in Stellingen. 

 

Wie es jetzt weitergeht 

Für diese Flächen startet nun die Detailplanung. In diesem Prozess wird geprüft, wo es noch Optimierungspotenzial gibt, etwa was die Nutzungsdauer oder den genauen Flächenzuschnitt betrifft. Die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH befindet sich dabei im Austausch mit den involvierten Akteuren, um die jeweiligen Bedarfe im weiteren Planungsprozess so gut wie möglich zu berücksichtigen und ggf. Ausgleichsmöglichkeiten zu prüfen, beispielsweise für das Entfallen von Parkplätzen. 

Im Anschluss sind die Flächen Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, in dem sie genehmigt werden müssen, und könnten bei optimalem Verlauf schrittweise in den 2030er Jahren eingerichtet werden. 

 

Weitere Informationen 

 

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