U5: CO2-Reduktion voll im Plan
Noch weniger CO2 bei U5: Die Maßnahmen zur Emissionsminderung greifen – und werden zudem konsequent weiterentwickelt. Das hat der zweite Jahresbericht zur CO2-Reduktion der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH ergeben. Damit wird deutlich, dass die CO2-Reduktionsstrategie bei der U5 nicht nur erfolgreich ist, sondern sich das Zielszenario sogar das zweite Jahr in Folge verbessert hat.
„Die aktuelle Bilanzierung zeigt eine weitere Reduktion der CO2-Emissionen um knapp 12.000 Tonnen. Damit verringert sich der Wert der baubedingten CO2-Emissionen von 841.000 Tonnen im letzten Jahr auf 829.000 Tonnen im aktuellen Bilanzierungszeitraum“, sagt Klaus Uphoff, technischer Geschäftsführer U5 GmbH.
Die U5 spart mit den gewählten Maßnahmen derzeit rund 70 Prozent der beim Bau entstehenden Emissionen ein und liegt damit komplett im Plan ihrer Strategie. Zum Vergleich: Bei konventioneller Bauweise würden 2,7 Mio. Tonnen baubedingte CO2-Emissionen anfallen.
Wie geht das?
Neben den Optimierungspotenzialen in der Planung berücksichtigt die aktuelle Bilanzierung vor allem die tatsächlich angefallenen Emissionen aus dem Baujahr 2024. Als besonders wirksam erweisen sich die Maßnahmen in Sachen Material:
- Seit Herbst 2024 wird auf den U5-Baustellen vom Notausgang Rübenkamp bis Bramfeld nur noch Bewehrungsstahl mit maximal 400 kg CO2-äq/t eingesetzt. Auf den U5-Baustellen von der City Nord bis zum Startschacht wird nur noch Bewehrungsstahl eingesetzt, der maximal 500 kg CO2-äq/t aufweist. Im Vergleich zum Baustart konnten die Emissionen beim Stahl damit auf dem gesamten ersten Bauabschnitt von Bramfeld bis in die City Nord bereits fast um die Hälfte verringert werden.
- Zudem wird grundsätzlich nur noch grüner Zement beim Beton eingesetzt.
- Für den Einsatz sogenannter Stahlfaserbeton-Tübbinge, die rund ein Drittel weniger Stahl als klassischer Bewehrungsstahl enthalten, wird die U5 GmbH die Zulassung im Einzelfall im Herbst beantragen und hofft so, die Tübbinge zeitnah noch auf dem ersten Bauabschnitt von Bramfeld bis zur City Nord einsetzen zu können.
Neben den Erfolgen auf Materialebene wurden auch in der Planung weitere Optimierungen erzielt, etwa durch die Verringerung der Bauwerksgrößen.
Wichtige Entwicklungen angestoßen
2025 hat die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH zudem weitere Maßnahmen ergriffen, um in Zukunft noch mehr CO2 zu reduzieren, speziell im Bereich alternativer Antriebstechnologien. Für die Bodentransporte der U5-Baustellen wurden zwei verschiedene elektrisch betriebene LKW getestet. Auf der Baustelle selbst hat ein Pilotversuch mit einem elektrischen Radlader stattgefunden.
Das Erfreuliche: Sowohl der elektrisch betriebene LKW als auch der E-Radlader konnten im Praxistest überzeugen und können nach ersten Erkenntnissen genauso zuverlässig für die Zwecke der U5 eingesetzt werden wie konventionell mit einem Verbrenner-Motor betriebene Fahrzeuge.
Für einen flächendeckenden Einsatz gibt es jedoch noch weitergehende Fragen zur Ladeinfrastruktur und zur Wirtschaftlichkeit zu beantworten. Um bis dahin gleichwohl CO2-Einsparungen zu erzielen, setzen alle Unternehmen bei der LKW-Flotte für die Bodentransporte der U5 seit April 2025 HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) als Kraftstoff ein.
Wie sich diese Maßnahmen auswirken werden, wird dann Bestandteil des nächsten Jahresberichts sein. Mit den jährlichen Bilanzierungen dokumentiert die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH transparent ihre Maßnahmen zur CO2-Reduktion für die weitere Projektlaufzeit.
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