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U5-Haltestelle Steilshoop: Baustart im Juni

Last but not least: Unter der Gründgensstraße beginnt im Sommer der Tiefbau für die fünfte U5-Haltestelle. Was Sie als Anwohnerin und Anwohner jetzt wissen müssen.

Drohnenaufnahme Baustelle Steilshoop. links und recht sich Hochhäuser zu sehen

Es wird höchste Zeit: Mit der U5-Haltestelle bekommt Steilshoop endlich einen U-Bahn-Anschluss. In 17 Minuten (statt 31) sind die Fahrgäste in Zukunft am Hauptbahnhof – schnell, ohne Umstieg und barrierefrei. Seit 2024 liefen die bauvorbereitenden Maßnahmen, im Juni 2025 soll nun der Bau der U5-Haltestelle starten.

Dazu hatte die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH die Bewohnerinnen und Bewohner von Steilshoop am 21. Mai zu einem Info-Abend in den Campus Steilshoop eingeladen – und das fand große Resonanz. In einem Vortrag stellten die U5-Beauftragte Tanja Taaks, U5-Verkehrsplaner Sascha Benz und Projektleiter Philipp Körber alles Wissenswerte zum Baustart vor. Was die Menschen vor Ort besonders bewegte: Wie läuft der Verkehr während der Bauarbeiten? Wie ist die Wegeführung, vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit? Wie wird die U5-Haltestelle unter der Gründgensstraße gebaut? Wie erreichen Einsatzkräfte den Stadtteil im Notfall? Zu allen Fragen standen die U5-Expertinnen und -Experten vor Ort ausführlich Rede und Antwort.
 

Was ändert sich jetzt?

Bereits seit vergangenem Jahr laufen die bauvorbereitenden Arbeiten für die U5 in Steilshoop. Bevor der eigentliche Bau von Haltestelle und Tunnel stattfinden kann, mussten die Versorgungsleitungen aus dem späteren Baufeld gelegt werden, werden, damit im Untergrund Platz für die Tiefbauarbeiten ist. Dafür wurde die Verkehrsführung vor Ort bereits angepasst. Ab Juni ändert sich nun zusätzlich Folgendes (siehe Grafik):

 

Grafik zeigt das Baufeld in Steilshoop und die damit verbundene Führung der Fuß- und Radwege sowie der Autofahrer*innen.

 

Für Autofahrer*innen: Die Gründgensstraße ist auf Höhe des EKZ bereits voll gesperrt. Auf Höhe der westlichen Einmündung von Schreyerring und César-Klein-Ring wird es zeitweise (nicht über die gesamte Bauzeit) eine Querung der Baugrube mit einer Brücke geben. Ausnahme: Für Fußgänger*innen wird die Querung der Baugrube an dieser Stelle über die gesamte Bauzeit möglich sein.

Der Schreyerring wird auf einem Teilstück nahe der östlichen Zufahrt in beide Richtungen befahrbar sein, damit der ALDI im EKZ per Auto zu erreichen ist. Der restliche Schreyering ist ebenfalls in beiden Richtungen zu befahren, allerdings nur, solange es keine Brückenquerung für Autofahrer*innen über die Baugrube in der Gründgensstraße gibt. Existiert die Brücke, wird der restliche Schreyerring dann nur von Westen kommend als Einbahnstraße zu befahren sein. 

Auch die Verkehrsführung im César-Klein-Ring hängt von der zeitweise vorhandenen Brückenquerung über die Baugrube in der Gründgensstraße ab: Ist die Brücke für Autofahrer*innen vorhanden, wird der César-Klein-Ring über die östliche Zufahrt erreichbar sein und nur als Einbahnstraße im Uhrzeigersinn zu befahren sein. Über die Brücke gelangen Autofahrer*innen in den Schreyerring und können diesen bis zur östlichen Zufahrt auf die Gründgensstraße als Einbahnstraße befahren. Auf diesem Weg – von der östlichen Zufahrt in den César-Klein-Ring und die Brücke über die Gründgensstraße – wird auch die Parkpalette über eine Zufahrt vom Schreyerring erreicht. Ist die Brückenquerung nicht gegeben, wird der César-Klein-Ring in beide Richtungen befahrbar sein.

Grundsätzlich haben wir die Bauausführung so geplant, dass die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer*innen und Anlieger *innen so gering wie möglich gehalten werden, sodass möglichst viele Verkehrsbeziehungen während der Bauzeit aufrechterhalten werden und die Verkehrsführung sehr beständig ist. Alle Änderungen der Verkehrsführung sind zudem mit der Verkehrsdirektion abgestimmt.

Busverkehr: Die Buslinien 7, 26, 218 und 617 auf diesem Abschnitt sind bereits seit März 2024 in beiden Richtungen verlegt worden. Mehr Details dazu können Sie hier nachlesen.

 

Grafik zeigt Busumleitung Steilshoop

 

Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen: Fußwege werden um das Baufeld herumgeführt, auf der südlichen Seite der Baugrube in Gründgensstraße ist das Einrichten eines barrierefreien Weges nicht möglich. Der Hauseingang César-Klein-Ring 2 ist nur über den César-Klein-Ring zu erreichen, die Hauseingänge César-Klein-Ring 4 bis 6 nur aus südlicher Richtung von der Steilshooper Allee (siehe Grafik). 


    Immer aktuell: Über weitere Einschränkungen und Sperrungen halten wir Sie immer auf dem Laufenden, u.a. im Baustellenkompass auf dieser Website. 

              Zudem informieren wie gewohnt Verkehrsschilder vor Ort, wo Fuß- und Radwege verlegt oder die Straßenführung geändert wird.


Ohne sie geht nichts: Neben der eigentlichen Baugrube für die U5-Haltestelle gibt es in unmittelbarer Nähe zum Baufeld sogenannte Baustelleinrichtungsflächen (BE-Flächen), auf denen u.a. Material, Maschinen und Baucontainer gelagert werden (siehe Grafik). In Steilshoop sind die Flächen neben dem Café JETZT sowie ein Teil des ehemaligen Parkplatzes des Saga-Gebäudes am César-Klein-Ring.

 

Wie ist der Zeitplan?

Voraussichtlich im Juni 2025 starten die U5-Bauarbeiten unter der Gründgensstraße mit dem Einrichten des Baufelds und dem Abriss des Fußgängertunnels zwischen EKZ und Martin-Luther-King-Kirche. Im Anschluss wird die Baugrube für den späteren Haltestellenbau erstellt. Wie diese in offener Bauweise mittels Schlitzwänden geschieht, erläutern wir hier ausführlich. Bis 2028 soll die Baugrube für die U5-Haltestelle stehen. Danach durchfährt die Tunnelbohrmaschine die vorbereitete Baugrube – auf ihrem Weg vom Gleisdreieck in Alsterdorf bis zu ihrem Ziel in Bramfeld und hinterlässt dabei einen fertigen Streckentunnel. Was dann noch fehlt: Der Rohbau sowie der architektonische und technische Innenausbau der Haltestelle. Der startet, wenn die Tunnelbohrmaschine am Zielschacht angekommen ist – voraussichtlich ab 2030. 2033 soll die U5 dann von Bramfeld bis zum Borgweg fahren.

    ⇒ Einen vollständigen Überblick über alle Schritte auf dem Weg zur U5-Haltestelle Steilshoop finden Sie in unserem Bauzeitenplan.

Und wie der Bau für den gesamten Abschnitt von Bramfeld in die City Nord ablaufen sollen: Schnell und einfach erklärt in unserem U5-Film zum Bauablauf!  

 

Wann wird gearbeitet?

In der Regel wird montags bis sonnabends von 7 bis 20 Uhr gearbeitet. Sollten Arbeiten außerhalb dieser Zeiten stattfinden, informiert die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH Anwohner*innen rechtzeitig. 

Kommen Anwohner*innen und Rettungskräfte während der Bauzeit in jedes Haus?

Die Erreichbarkeit der umliegenden Häuser ist zu jeder Zeit gewährleistet. Lieferverkehr wird zu jeder Zeit möglich sein. 

Was bedeuten die Bauarbeiten für Parkplätze vor Ort?

Parkplätze rund um das Baufeld werden temporär oder permanent wegfallen, um diese Flächen u.a. für Baugruben und Baustelleneinrichtungsflächen zu nutzen. Die Erreichbarkeit von privaten Parkplätzen wird sichergestellt. Es werden gesonderte Absprachen getroffen, wenn Stellplätze in Einzelfällen nicht anfahrbar sein werden. Für öffentliche Parkplätze werden keine Ersatzflächen geschaffen. 

Ist mit Schäden an benachbarten Häusern zu rechnen?

Die offene Bauweise für die Haltestellen ist ein erprobtes und sicheres Bauverfahren, welches unter anderem bei der U4 Horner Geest angewendet wird und beim Bau der U4 in die HafenCity ebenfalls Anwendung fand. Auch das Bauverfahren mittels Tunnelbohrmaschinen ist setzungsarm, sicher und hat sich weltweit bewährt. Es wurde schon vielfach in innerstädtischen Bereichen in Deutschland, Europa und weltweit angewendet. Auch in Hamburg ist es ein erprobtes Bauverfahren, etwa bei den Tunnelstrecken der U4 vom Jungfernstieg in die HafenCity. Gebäudeschäden werden daher grundsätzlich nicht erwartet. Der Tunnel liegt mit ausreichendem Abstand zu den Unterkanten der zu unterfahrenden Gebäuden und Gründungen. Vor Baubeginn wurde eine Beweissicherung der Gebäude durchgeführt, die sich unmittelbar an der U5-Strecke befinden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer zu unterfahrenden Grundstücke werden von der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH informiert. 

Haben Anwohner*innen oder Grundstückseigentümer*innen Anspruch auf Entschädigungen wegen der Baugeräusche?

Der Planfeststellungsbeschluss vom 30.09.2021 enthält Regelungen darüber, dass die HOCHBAHN in bestimmten Fällen den Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern auf Antrag die Kosten für bauliche Schallschutzmaßnahmen an betroffenen Gebäuden zu ersetzen hat und baulärmbedingte Mietminderungen auszugleichen hat. Hinzu kommen Ansprüche betroffener Nutzerinnen und Nutzer auf Finanzierung angemessenen Ersatzraums in besonders lauten Bauphasen. 

Wo bekomme ich Informationen zur U5-Baustelle in Steilshoop?

Während der Bauzeit informiert die HOCHBAHN auf allen Wegen: Alle aktuellen Bauarbeiten und damit einhergehende Einschränkungen finden Sie in unserem Baustellen-Kompass. Abonnieren Sie unseren U5-Newsletter. Für weitere Fragen erreichen Sie uns unter u5@hochbahn.de oder telefonisch (040 3288 5505). Einmal im Monat steht unsere U5-Beauftragte Tanja Taaks im Rahmen der steg-Sprechstunde für alle U5-Fragen zur Verfügung: Jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis 11 Uhr im Quartiersbüro im EKZ Steilshoop. Start der Sprechstunde ist am 1. Juli 2025. Alle Details dazu finden Sie hier.


 

Rückblick: Gemeinsam zur U5 in Steilshoop

Auf dem Weg zur U5-Haltestelle Steilshoop hat die HOCHBAHN die Anwohnenden auf verschiedenen Wegen sehr früh mitgenommen, um sie frühzeitig über das Vorhaben zu informieren und an den Planungen zu beteiligen. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an die Suche nach der vermeintlich bereits existierenden U-Bahn-Haltestelle? 2017 waren wir mit vielen Interessierten vor Ort, um den Erinnerungen an Kräne für den U-Bahn-Bau und bereits vorhandene U-Bahnsteige sowie verschlossenen Türen nachzugehen. Was wir gefunden haben? Nichts. Bis auf die typischen Kacheln im Fußgängertunnel zwischen Martin-Luther-King-Kirche und EKZ. Was wirklich hinter den Hinweisen steckt, lesen Sie hier.

Eingebunden hat die HOCHBAHN die Menschen vor Ort auch bei der Frage der Gestaltung der neuen U-Bahn-Anbindung für den Stadtteil. Im Rahmen des Architekturwettbewerbs kamen viele interessante Ideen auf. Schauen Sie sich hier an, wie die Haltestelle aussehen soll.  

Am 30. September 2021 bekam die HOCHBAHN dann die Baugenehmigung für den ersten U5-Abschnitt. Ein Jahr später feierten die Menschen aus den Stadtteilen entlang der U5 sowie Vertreter aus Politik und HOCHBAHN gemeinsam den Spatenstich. Was seitdem bereits alles entlang des ersten U5-Abschnitts zwischen Bramfeld und der City Nord passiert ist, können Sie hier im Bautagebuch nachlesen.

Wie die zukünftige U5-Haltestelle Steilshoop aussehen wird, sehen Sie hier. Alle Details zur Haltestelle finden Sie in diesem Steckbrief.

 

 

Weitere Informationen

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Kommentare

Gespeichert von Petra Behrensen am Mo., 21.07.2025 - 12:39

Wir sind Rentner,wollten nach 46 Jahren Arbeitsleben Morgens früh 4:30 aufstehen,Wochenendarbeiten den letzten Abschnitt unseres Lebens noch ruhig genießen. Was haben wir jetzt, jeden Morgen wieder um 7:00 Uhr aufstehen von Montags bis Samstag wird man geweckt vom Baulärm (Baustelle vorne und hinten um den Cesar Klein Ring)durch Bagger die den Asphalt aufschlagen,den Rüttler hört man den ganzen Tag ständig Lastwagen die den Sand abholen,man kann keine Fenster aufmachen geschweige denn den Balkon nutzen (gerade jetzt wo es so warm ist)es ist nur noch laut und dreckig.Denn die ganzen Umwege zum Einkaufen und zu den den Bussen.Hier leben Menschen mit einer Seele und keine Masschinen es ist einfach nur noch unzumutbar wenn das noch 10 Jahre so geht,man hätte den Menschen eine Ersatzwohnung anbieten müssen bei so einem großen Vorhaben.

Hallo Frau Behrensen,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir können Ihren Unmut nachvollziehen und sind uns bewusst, dass eine Baustelle in der unmittelbaren Umgebung eine sehr große Herausforderung darstellt. Lärm und Staub sind bei einer Baustelle leider nicht zu vermeiden und auch wenn wir Maßnahmen zur Linderung umsetzen, verbleibt immer noch eine unvermeidbare Belästigung.

Seien Sie versichert, dass wir uns mit den aktuellen Arbeiten innerhalb der gesetzlichen Lärm-Grenzwerte bewegen. Sollten wir Arbeiten durchführen, bei denen nach unseren Prognosen Grenzwerte überschritten werden könnten, werden Sie vorab per Anwohnerinformation darüber informiert. In einigen Fällen können sich daraus (für einen begrenzten Zeitraum) Ansprüche auf Ersatzwohnraum oder ähnliches ergeben. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies nur nach zuvor erfolgter Anwohnerinformation und nur für den in dem Schreiben angegebenen Zeitraum gilt. 

Wir hören und haben schon seit 1 1/2 Jahren den Lärm und Dreck direkt vor der Haustür,und es folgen noch weiter 10 Jahre.Wie ich schon geschrieben habe sind wir Rentner,und wir müssen uns den Lärm von Morgens 7:00Uhr bis Abends 18:00Uhr anhören und das jeden Tag von Montags bis Samstag.Fenster kann man nur kurz aufmachen zum lüften, die Balkone kann man auch nicht mehr nutzen wegen den LÄRM UND DRECK.Sowas kann nur jemand schreiben,das die Lärmbelästigung und der Dreck sich im gesetzlichen Rahmen bewegen der nicht unmittelbar davon betroffen ist. Mit freundlichen Grüßen Familie Behrensen

Hallo Herr Kahnt,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Für die U5-Baustelle in Steilshoop erfüllen wir dieselben Anforderungen wie für alle anderen U5-Baustellen, für die der Planfeststellungsbeschluss gilt. Um nur einige der Maßnahmen zu nennen: Wir nutzen u.a. die lärmärmsten und vibrationsärmsten Bauweisen, die verfügbar sind. Zudem bewässern wir die Baustelle während besonders warmer und trockener Perioden. Vor den Bauarbeiten wurde darüber hinaus durch ein externes Unternehmen geprüft, ob und wo der Einbau von Lärmschutzfenstern nötig gewesen ist. Falls dieser Fall eingetreten ist, wurde der/die Eigentümer/in des Hauses darüber in Kenntnis gesetzt und es wurden Maßnahmen ergriffen.

Trotz aller Maßnahmen sind Lärm und Staub allerdings unvermeidbare Begleiterscheinungen einer Baustelle und stellen eine große Herausforderung für alle Anwohnenden dar. Dabei wechseln sich lärmintensivere Phasen mit weniger lauten ab. Auch der Staub wird mit zunehmend herbstlicher Wetterlage und damit einhergehendem, zusätzlichen Regen weniger belastend werden.   
 

Gespeichert von Holger Behrensen am Fr., 12.09.2025 - 20:20

Endlich Ruhe von heute Morgen 7:00 Uhr bis 19:45 Uhr fast 13 Stunden nur LÄRM,LÄRM,LÄRM UND DRECK das ist einfach nicht mehr auszuhalten.Man wird von den täglichen Lärm krank gemacht ,das ist eine frechheit was man den Menschen hier jedenTag zumutetJetzt kann man endlich mal die Fenster aufmachen um die schmutzige Luft hier reinzulassen.Das ist Menschenunwürdig und das schreibe ich immer wieder.

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