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So läufts bei der U5 in Bramfeld

Schlitzwandarbeiten, Ausbaggern und die erste Sperrung konnte schon wieder aufgehoben werden: Was rund um die U5-Baustelle in Bramfeld aktuell passiert – und was ansteht.

Zu sehen ist ist ein Kran auf der U5 Baustelle Bramfeld. Es werden Bewehrungskörbe von einem Laster gehoben.

Voll im Zeitplan liegen die U5-Arbeiten rund um den Bramfelder Dorfplatz. Nachdem das Baufeld seit dem Sommer vollständig auf die nördliche Seite verlegt wurde, laufen auch hier die Arbeiten auf Hochtouren – und das immer von Osten nach Westen. 

Gestartet im Februar 2025 im Bereich der Einmündung Mützendorpsteed, hat sich der Schlitzwandbagger auf der Nordseite inzwischen weiter Richtung Bramfelder Chaussee vorgearbeitet und ist aktuell nahe der Kita im Einsatz. Schlitzwände sind seitliche Stahlbetonwände, die die Baugrube vor nachrutschender Erde schützen. Erst wenn sie stehen, kann die Grube ausgebaggert werden. 

Drohnenaufnahme zeigt U5-Baustelle Bramfeld von oben.

 

Damit die Einmündung Mützendorpsteed Ende November wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, wurden dort – von den Fachleuten Dock 6 genannt – nicht nur die ersten Schlitzwände errichtet, sondern auch mit dem Ausbaggern der Baugrube begonnen. Bevor die Grube mit den praktischen Betonfertigelementen abgedeckt wurde, hatte das Bauteam diese bereits bis auf die Tiefe der ersten Steifenlage (etwa zwei bis drei Meter) ausgebaggert. Aktuell wird tiefer bis in den Bereich der zweiten Steifenlage (etwa sieben bis acht Meter) gegraben und ausgehoben.  

Aus der Vogelperspektive ist sehr gut zu erkennen, wie für das Ausbaggern jeweils einzelne Deckenelemente geöffnet werden, damit der Greifer des Baggers darunter ausheben kann. Vorteilhaft an diesem abschnittsweisen Vorgehen: Wenn nur ein Teil der Deckenelemente zum Ausbaggern geöffnet wird, kommt oben weniger Lärm und Staub an als bei einer vollständig geöffneten Baugrube. Zudem kann sogar in Bereichen Erde ausgehoben werden, die gedeckelt sind. Dafür werden kleinere Bagger in die Grube gesetzt, die unten die Erde zusammenschieben, die dann zentral an einer Stelle nach oben befördert wird. 

 

Drohnenaufnahme zeigt zum großteil verdeckelte Baugrube von oben. Zu sehen ist ein Bagger, der aus der noch vorhandenen Öffnung Erde holt.

 

Gute Aussichten: Bis voraussichtlich zum Frühjahr 2026 soll die Baugrube auf der Nordseite des Bramfelder Dorfplatzes fertiggestellt sein.  

Parallel dazu wird auch im Bereich des westlichen Zugangs zur Haltestelle – westlich der Bramfelder Chaussee – fleißig gearbeitet (Foto). Die Schlitzwände stehen dort schon vollständig, im Anschluss wird auch hier die Baugrube ausgebaggert. Danach wird auf die andere Straßenseite der Bramfelder Chaussee gewechselt, um auch dort die Baugrube für den Zugang herzustellen. Denn auch in diesem Bereich wird – wie am Bramfelder Dorfplatz – halbseitig gebaut, damit der Verkehr auf der Bramfelder Chaussee während der Bauarbeiten aufrechterhalten werden kann. 

 

Drohnenaufnahme zeigt Verkehrsführung um die U5-Baustelle Bramfeld. Zu sehen sind Baustelleneinrichtungsflächen mit Baumaterial.

 

Bauarbeiten in der Heukoppel 

Nachdem die Leitungsarbeiten in der Heukoppel im Spätsommer abgeschlossen wurden, werden ab Anfang Januar 2026 dort die Arbeiten zur Erstellung der Baugrube für den Notausgang bzw. Zielschacht der Tunnelbohrmaschine starten. Dafür wird zunächst das Baufeld sowie die Baustelleneinrichtungsflächen (BE-Fläche) eingerichtet, danach beginnen die Schlitzwandarbeiten. 

Für die Arbeiten wird die Heukoppel voraussichtlich bis Anfang 2028 zwischen dem Gebäude Heukoppel 30 und der Ecke Fahrenkrön voll gesperrt. Fußgänger*innen können die Heukoppel an der Stelle weiterhin wie gewohnt passieren. Aufgrund der Größe und der Lage der Baugrube muss darüber hinaus auch der Fußweg entlang der BE-Fläche an der Fuchswiese im selben Zeitraum für Fußgänger*innen gesperrt werden.  

Da das Wohnungsbauunternehmen SAGA zeitgleich am Jahnckeweg ein Bauvorhaben umsetzt, bleibt während dieser Arbeiten der Mispelstieg für Rettungsfahrzeuge geöffnet. Bis voraussichtlich April 2026 werden auch die Baufahrzeuge der SAGA die Durchfahrt Mispelstieg nutzen. 

 

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Mi., 03.12.2025 - 19:23

Die erneute Sperrung der Heukoppel und der umliegenden Straßen beeinträchtigt die Lebensqualität im Stadtteil massiv. Bereits das dritte Mal wird der Stadtteil damit für nun 2 Jahre de-facto geteilt nachdem es 2024 „nur“ 6 und dann 2025 knapp 8 Monate waren.

Gleichzeitig wurde auf den Umleitungsstrecken über den Tegelweg natürlich keine Halteverbotszone eingerichtet - das sorge für erheblichen Rückstau der Busse, Lärm und stinkende Abgase. Die dann noch parallele wochenlange Sperrung der Straße „Am Luisenhof“ und „Bramfelder Weg“ erntete bei mir nur noch Kopfschütteln. Damit war der Stadtteil nach Westen, Süden und Osten abgeschnitten.

Ich freue mich auf die U5 und finde es wichtig dass der ÖPNV ausgebaut wird, vermisse aber das Feingefühl und die Offenheit für alternative Lösungen in der Verkehrsführung (z.B. mit Anwohnerberechtigung zur Durchfahrt) am Mispelstieg.

Guten Tag und vielen Dank für Ihren Beitrag.

Es freut uns sehr, dass Sie den Ausbau des ÖPNV sowie die U5 befürworten. Dass eine Baustelle in der mittelbaren oder unmittelbaren Umgebung eine Belastung darstellen kann, ist uns bewusst. Grundsätzlich prüfen unsere Planer*innen immer, wie möglichst viele Verkehrsbeziehungen für alle Verkehrsteilnehmer*innen gewährleistet werden können. Im Fall der Heukoppel ist der Bau des Notausgangs bzw. des Zielschachts jedoch nur im Rahmen einer Vollsperrung zu bewerkstelligen.

Die bisherigen Arbeiten in der Heukoppel waren Arbeiten der Leitungsträger (u.a. Strom, Gas, Wasser, etc.). Die Leitungen mussten aus dem Straßenraum an die Seiten verlegt werden, damit Platz für den Notausgang und Zielschacht der U5 geschaffen werden konnte. Ab Januar 2026 starten dann die Arbeiten für die Baugrube des Notausgangs/Zielschachts.

Was zu den Sperrungen in der Straße Am Luisenhof oder Bramfelder Weg geführt hat, entzieht sich unserer Kenntnis, da sich dort keine Baustellen der U5 befinden. In dem Fall wenden Sie sich bitte an das zuständige Bezirksamt.

Der Mispelstieg wurde aufgrund der Bauarbeiten in der Heukoppel auf Anweisung der Feuerwehr nur für die Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen ertüchtigt. Die Genehmigung, diesen auch für private Pkw zu öffnen, liegt nicht bei der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH. Bitte wenden Sie zu diesem Thema an das zuständige Polizeikommissariat oder die Verkehrsdirektion. Dies betrifft auch Verkehrsmaßnahmen wie z.B. Halteverbotszonen o.ä., da diese der Verkehrsdirektion obliegen und nur in Abstimmung mit ihr bzw. mit deren Genehmigung erfolgen können. 

Gespeichert von Jens am Di., 09.12.2025 - 10:45

Ich finde es grundsätzlich prima, dass die U5 gebaut wird. Und auch sehr interessant, was hier regelmäßig berichtet wird. Was mich jedoch sehr interessieren würde: warum dauert der gesamte Bau so lang? Wir sprechen hier ja mittlerweile fast von Jahrzehnten, bis die gesamte Strecker fertig sein wird. Als seinerzeit die Hamburger U Bahn Linien gebaut wurden, ging das ja auch wesentlich schneller.
Wenn es damals so lange gedauert hätte wie jetzt, wäre die U1/2/3 ja bis heute nicht fertig ;-) Und technisch war man damals ja auch noch lange nicht so fortschrittlich wie heute. Dauert es heutzutage so ewig, weil der Boden voll mit Leitungen wie Wasser, Strom etc. ist? Und „oben“ viel mehr Verkehr ist? Oder warum dauert es heutzutage trotz großer technischer Fortschritte so viel länger als damals?
LG
Jens

Gespeichert von Gast am Di., 09.12.2025 - 14:42

Moin,
auch ich bin für die U5. :) Ich hoffe, dass dann endlich weniger Individualverkehr die Stadt verstopft.
Habe ich es richtig verstanden, dass der Sandweg entlang der Fuchs"wiese" für 2-3 Jahre komplett gesperrt werden soll?
Das würde bedeuten, dass wir keine Bushaltestelle kurzfristig erreichen könnten.
Bitte prüfen Sie, ob dies wirklich nötig ist oder sich eine Alternative finden lässt.
Vielen Dank vorab.
Mit freundlichen Grüßen
N.

Moin und vielen Dank für Ihren Beitrag.

Uns ist bewusst, dass unsere Baustelle bauzeitliche Unannehmlichkeiten für viele Bramfelderinnen und Bramfelder mit sich bringt. Insbesondere die Bedeutung des Fußwegs entlang der Fuchswiese ist uns bekannt und selbstverständlich haben wir Alternativen geprüft. Ob diese realisierbar sind, liegt allerdings nicht allein in unserer Hand, da alternative Wegführungen über Grundstücke führen, über die wir nicht frei verfügen können.

Das Thema des Fußwegs an der Fuchswiese wurde von mehreren Seiten an uns herangetragen. Wir sind dazu im engen Austausch mit der Lokalpolitik und den Bürgerinnen und Bürgern. Da die immense Bedeutung des Fußwegs auch den Grundeigentümern bewusst ist, wird nun erneut geprüft.

 

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