U5 Arenen Volkspark: Clevere Haltestelle
In nur 20 Minuten vom Hauptbahnhof direkt zur Barclays Arena und dem Volksparkstadion? Mit der U5 in Zukunft kein Problem mehr. Die neue U5-Haltestelle Arenen Volkspark im Farnhornstieg wird die großen Veranstaltungsorte sowie die angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete im Hamburger Westen erstmalig direkt und fußläufig anbinden.
Wenige hundert Meter trennen Besucherinnen und Besucher der Arenen dann nur noch vom Einsteigen in die U-Bahn, um nach Abpfiff und Veranstaltungsende schnell und entspannt nach Hause zu fahren. Mit Umstiegsmöglichkeiten an den Haltestellen Stellingen, Hagenbecks Tierpark, Hoheluftbrücke, Stephansplatz, Hauptbahnhof, Borgweg und Sengelmannstraße bringt die U5 alle Fahrgäste aus dem Westen dann schnell an ihr Ziel – und das hamburgweit.
Dabei erfüllt die Haltestelle künftig gleich zwei wichtige Funktionen. Einerseits bietet sie tagtäglich Anschluss für den Altonaer Volkspark sowie das Gebiet um die Schnackenburgallee mit vielen Tausenden Wohn- und Arbeitsplätzen. Schnell hin und weg geht es aber auch bei Großveranstaltungen in den Arenen. Dafür lässt sich die Haltestelle bedarfsgerecht „upgraden“. Werden mehr Kapazitäten benötigt, weil tausende Menschen zeitgleich wieder nach Hause wollen, kann die Haltestelle flexibel erweitert werden.
Richtig viel Zugang zur U5
Im „Normalfall“ nutzen Fahrgäste einen der vier Zugänge, um über einen Mittelbahnsteig in die U5 einzusteigen. Bei Veranstaltungen kann ein zusätzlicher Bahnsteig geöffnet werden, um den punktuell hohen Andrang an Fahrgästen gut und sicher abwickeln zu können. Auf beiden Bahnsteigen werden dann jeweils sechs Treppenanlagen geöffnet, die ausschließlich bei Veranstaltungen nutzbar sind. Besucher*innen gelangen so aus insgesamt zwölf Treppenanlagen und vier Aufzügen an die Oberfläche.
Neben dem zusätzlichen Bahnsteig und den erweiterbaren Zugangsmöglichkeiten sorgt die an die Haltestelle angrenzende Kehr- und Abstellanlage (KAA) dafür, dass schnell und bedarfsgerecht zusätzliche U5-Züge auf die Strecke gebracht werden können. Die KAA ermöglicht das flexible Wenden und Bereitstellen weiterer Züge bei Großveranstaltungen. Durch den flexiblen Fahrzeugeinsatz und den automatischen Betrieb der U5-Züge im 90-Sekunden-Takt, lassen sich in etwa 30 Minuten bis zu 18.000 Fahrgäste Richtung Innenstadt befördern – Hamburgs neue Eventhaltestelle ist also bestens auf hohe Fahrgastzahlen vorbereitet.
Im Zuge der Bauarbeiten zur Haltestelle und der Kehr- und Abstellanlage wird auch der Straßenbereich rund um die Arenen neu organisiert. Der Hellgrundweg wird in den Westen verschwenkt und bildet am Farnhornstieg/Farnhornweg einen neuen Kreuzungsbereich. Von der Verschwenkung der Straße sind Parzellen eines Kleingartenvereins vor Ort betroffen. Die U5 GmbH ist bereits in Gesprächen mit dem Landesbund der Gartenfreunde, um nach Möglichkeit ortsnah Ersatzparzellen für alle Betroffenen zur Verfügung zu stellen.
Wie die U5-Haltestelle aussieht
Im Rahmen eines europaweiten Architekturwettbewerbs wurde nach der passenden Gestaltung dieser besonderen Haltestelle im Westen gesucht. Das Hamburger Architekturbüro blrm Architekt*innen setzte sich zusammen mit AZC Atelier Zündel Cristeria und Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg durch.
Im Siegerentwurf für die Gestaltung der U5-Haltestelle werden die unterirdischen Bahnsteige von einem oberirdisch weit sichtbaren Hängedach aus Holz überspannt – stützenfrei, lichtdurchflutet und vollständig verglast. „Ein hauchdünnes Dach, das wie ein hölzernes Festzelt über der Haltestelle zu schweben scheint, die Landschaft einrahmt und Orientierung gibt“, so Jannes Wurps von blrm Architekt*innen.
Viel Tageslicht und der Einsatz von Glaswänden bieten einen freien Blick auf die Umgebung der Haltestelle und erfüllen so nicht nur die Anforderungen an den automatischen Betrieb der U5, sondern tragen auch zum Sicherheitsempfinden der Fahrgäste bei.
Das Dach dient als Sonnenkraftwerk und sorgt mit den darauf verbauten Photovoltaik-Elementen für eine nachhaltige Energiegewinnung. Besonders nachhaltig wird der Entwurf dank des Einsatzes von langlebigen Materialien mit hohem Recyclinganteil.
Die Entwürfe der weiteren Wettbewerbsteilnehmer können Sie sich hier anschauen.
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