U 5 - Nein Danke

U5 in Planung

U 5 - Nein Danke

Adresse:
Gärtnerstraße 20, 20253 Hamburg

Am 12.09.23 stellte der HVV den aktuellen Planungsstand für den Neubau der U-Bahnlinie U5 vor und zerstörte damit die Hoffnungen all derer, die dieser Planungsmonströsität einen stillen Tod gewünscht hätten. So aber wurden die eigentlichen Knackpunkte in einer professionell moderierten Gesprächs-runde unter einem Berg planerischer Details gekonnt getarnt, versteckt. Mehrjährige Quasi-Sperrung des Straßenzugs Grindelberg / Hoheluftchausse - immerhin eine der Magistralen Hamburgs mit Anschluß an die A7 - durchaus machbar. Dauerhafte Eingriffe in Grundwasserströme und Oberflächengewässer wie der Isebek - alles beherrschbar. Nur die Frage, warum ein mit der Buslinie 5 bereits optimal versorgter Stadtbereich zukünftig nun auch noch unterirdisch noch optimaler angeschlossen werden muß, wurde ausgespart.Ebenso wie Zumutungen und Härten für Anwohner und Pendler während der Bauzeit.Warum also hält die Stadt an einer Planung fest, die durch Homeoffice und Internetshopping obsolet geworden ist? Wegen der zusätzlichen Anbindung des bereits von zwei U-Bahnlinien erschlossenen UKE-Bereichs?
Wer denkt, den Verantwortlichen ginge es nur darum, Geld auch unterirdisch zu verbrennen, sollte sich darüber im Klaren sein, daß es hier nicht etwa um ein Groschengrab geht, sondern um ein Milliarden-Projekt.
Das zumindest wurde offen kommuniziert.
Stellen wir also gemeinsam weiter bohrende Fragen nach Sinn oder besser Unsinn der U5, damit die ersten Löcher dafür gar nicht erst gebohrt werden.

Kommentare

Gespeichert von Gast am Di., 19.09.2023 - 17:27

Danke für diesen Kommentar, der auch einmal die gesamte Öffentlichkeitskommunikation zu diesem Monster beleuchtet.
Das Kapitel "Finanzierung und drohende Bauunterbrechungen" wurde zwar auf der Veranstaltung von einigen Steuerbürgerinnen angesprochen aber ganz schnell mit Hinweisen auf üppige "Sondervermögen des Bundes" zugeschüttet ! Sondervermögen = sind Schulden und ob diese Schuldverschreibungen des Bundes den nächsten Bundeshaushalt überleben, wenn EU Schuldrnbremsen auf andere Sondervermögen zuschlagen, darf bezweifelt werden. In Hamburg sprudeln keine 'Hafenquellen' mehr zuverlässig - das einzige sind die Knöllchenverteiler von Tjarks - aber für eine U5 wird selbst das nicht reichen

Gespeichert von Michael Kahnt am Fr., 22.09.2023 - 07:42

U5 – ja bitte unbedingt.
Ich sehe in dieser neuen U-Bahn einen enormen Mehrwert für ganz Hamburg.
Ich finde aber auch, dass das Projekt immer wieder kritisch hinterfragt werden muss.
Und es muss eine klare Kommunikation geben, die deutlich macht, welche Einschränkungen während der Bauphase zu erwarten sind. Es sollte nicht wie auf dem Abschnitt U5 Ost sein, dass im Sommer 2023 umfangreiche Busumleitungen in Barmbek-Nord und Steilshoop angekündigt werden, die bis 2032 andauern werden.
Und der Zeithorizont muss klarer abgesteckt werden. „In den 2040ern“ reicht nicht. Einfach mal klar sagen, wie lange es braucht, um eine Haltestelle in offener Bauweise zu errichten. Da gibt es Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Um die Akzeptanz der neuen U-Bahn zu erhöhen, braucht es offene und ehrliche Informationen.

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